Kosten

Leider können Rechtsanwälte in ihrer täglichen Praxis immer wieder feststellen, dass es insbesondere bezogen auf die Kosten der anwaltlichen Leistung viele Märchen gibt. Um mit diesen Märchen aufzuräumen und gleich im Vorfeld viele Missverständnisse auszuräumen hier folgende Grundsätze, nach denen ich mich auch richte:

Anwaltliche Leistungen sind kostenpflichtig

Dieser Grundsatz ist dem Laien nicht bekannt und geläufig. Er betrifft auch Rechtsauskünfte. Dies ist auch dann der Fall, wenn vorher nicht über Kosten gesprochen wurde.

Keine Zahlung erst bei Erfolg der Rechtsangelegenheit

Das ist grundsätzlich ziemlicher Humbug. Es mag zwar durchaus so in einigen Fällen gehandhabt werden. Richtig wird es dadurch trotzdem nicht. Ich jedenfalls arbeite nicht auf Erfolgsbasis.

Vorschussrecht

Der Anwalt hat ein Vorschussrecht nach § 9 Rechtsanwaltsvergütungsrecht (RVG) und zwar in Höhe aller entstandenen und noch entstehenden Gebühren.
Dies bedeutet, dass der Rechtsanwalt das Recht hat alle vorraussichtlich anfallenden Gebhren und Auslagen vor Beginn der Bearbeitung der Angelegenheit zu fordern. Er wird erst dann mit der Bearbeitung der Angelegenheit zu beginnen, wenn diese Vorschüsse gezahlt wurden.

Vergütungsvereinbarung

In den Bereichen des EU-Fahrerlaubnisrechtes, einigen Bereichen des Strafrechts sowie dem Ausländer- und Asylrechtes mache ich die Annahme eines Mandates grundsätzlich davon abhängig, dass eine Vergütungsvereinbarung, entweder als Pauschale oder als Zeitaufwand für die Bearbeitung der Angelegenheit (Zeitvergütung), getroffen wird. Dies kann die zwar die gesetzliche Vergütung, welche grundsätzlich immer gilt, überschreiten, allerdings hat der Mandant es selbst in der Hand, ob die gesetzliche Vergütung überschritten wird oder eben auch nicht.